Berichte & Ergebnisse | Ü40 Supermoto-Cup
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Berichte & Ergebnisse
  1. Ich glaub' es geht schon wieder los…
  2. Auftakt nach Maß - Saarbrücken, 1. Lauf
  3. Runde 2 - Lichtenberg
  4. Saarland, second time - St. Wendel, Lauf 3
  5. Feuchtgebiet Bilstain
  6. Freiburger Sommerfest
  7. And the second place go to...

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Ich glaub es geht schon wieder los…

 

...trällerte Kuschelbarde Roland Kaiser einst.

Ob er damit die Ü40-Cup Saison 2011 gemeint hat, ist nicht überliefert - würde aber den Nagel auf den Kopf treffen.

 

Das Orga-Team um Cup-Chef Harald Wirtz hat es geschafft und einen top Terminplan auf die Beine gestellt. Die Rennstrecken auf denen sich die eingeschriebenen Fahrer 2011 um Platzierungen und Punkte balgen werden, lassen Kenner der Örtlichkeiten mit der Zunge schnalzen.

 

Rennen 1/ Intermoto Saarbrücken 12.-13.03.

Gefahren wird auf heiligem Boden - hier wo im Jahre 1994 das erste jemals in Deutschland ausgetragene Supermoto-Rennen über die Bühne ging. Zu wünschen ist den Fahrern und Besuchern das der Wettergott in diesem Jahr ein einsehen hat und das Messegelände nicht wieder in einen überdimensionalen Gefrierschrank verwandelt.

 

Rennen 2/ St. Wendel 03-05.06.

Diese WM-Strecke des Jahres 2010 ist absolutes Neuland für die Ü40-Meute. Wer hier am Ende die Nase vorn hat, wird sich erst im Rennen zeigen.

 

Rennen 3/ Bilstain (B) 25.-26.06.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach den zwei überzeugenden Laufsiegen von Helmut Peter (Gesamtrang 2 im Cup 2010) tritt der Cup wieder auf der belgischen Berg- und Talbahn an.

 

Rennen 4/ Lichtenberg 03.-04.09.

Auch diese technisch anspruchsvolle Strecke stand 2010 nicht im Terminplan des Cup. Einen Steinwurf von der tschechischen Grenze entfernt gelegen verlangt diese Strecke den Fahrern einiges an fahrerischem Können und Kondition ab.

 

Rennen 5/ Stendal 08.-09.10.

Vollgas, Vollgas und nochmal Vollgas!!!

Die Strecke mit dem größten Vollgasanteil im Rennkalender befindet sich auf dem Flugplatz Stendal-Borstel. Andreas Glassl ließ hier dem Rest des Feldes nicht den Hauch einer Chance und reiste mit zwei Laufsiegen und breiter Brust nach Hause.

 

Mmmmhhhh, werden Kenner des Cups jetzt denken: „Fehlt da denn nicht noch etwas?“

Ja, stimmt es fehlt noch etwas. Der Termin und die Strecke für das letzte Rennen steht aktuell noch nicht fest. Man darf also überrascht sein was das Orga-Team hier noch aus dem Hut zaubert. Fahrer, Fans, Gönner und Sponsoren hoffen aber das es wieder zu einem Herzschlagfinale wie 2010 kommen möge wo beim letzten Rennen auf dem Harzring nicht weniger als sieben Fahrer noch die Chance hatten den Meistertitel für sich zu entscheiden.

 

Wer bis hierhin den Bericht gelesen hat wird nun die Frage nach dem Fahrerfeld stellen. Beim ersten Blick auf die vorläufige Einschreibungsliste stellt man fest das sich für dieses Jahr ein buntes Völkchen zusammengefunden hat.

Die guten Ergebnisse der Berliner Stickfee Angelika Otto im letzten Jahr hat zwei weitere Damen (Nicol Wiegand und Elke M.) zu einer Nennung motiviert.

Die drei ersten des letztjährigen Cups Jürgen Hüther, Helmut Peter und Mike Grodtmann findet man genauso auf der Starterliste wie den „König des Jägermeisters“ Matthias Bremer. Alterspräsident dieses Jahr ist Robert Schumacher der mit seinen 60 Lenzen der „Jugend“ den Hinterreifen zeigen möchte.

Den Sonderpreis des längsten Zopfes unter dem Helm machen wieder Jörg Göss und Harry Bollinger unter sich aus.

Das der Ü40-Cup auch über die Landesgrenzen hinweg Aufwerksamkeit erregt zeigt sich an der Nennung von Arie van Engelen aus den Niederlanden.

 

Auch die Bandbreite der eingesetzten Renngeräte findet man so in keiner Rennserie. Von der Yamaha YZ250LC unter Georg Lamberty über die BMW G480X von Stefan Brehm bis zur Husaberg FS650 von Robert Pellerei findet sich fast alles was die Hersteller von Supermotomaschinen auf die Räder stellen. Den Hubraumboliden stellt wieder Ernst Welf mit seiner KTM 660SMC.

 

Es ist also wieder alles für eine Nerven zerfetzende und an Spannung kaum zu überbietende Saison 2011 angerichtet:

 

Lasset die Spiele beginnen!!

 

Ü40-Cup rockt!

 

Harald Lutke
-Pressesprecher-

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Auftakt nach Maß - Saarbrücken, 1. Lauf

Die Zeit der Verbalwemserei bei Supermoto.de ist vorbei. Nun war es an der Zeit Fakten zu schaffen und beim ersten Rennen der Saison im Rahmen der Intermoto Saarbrücken vom 12. - 13.03. die Fitness und das Fahrkönnen unter Beweis zu stellen.

Am Samstag strahlte die Sonne mit den angereisten Fahrern von einem wolkenlosen Himmel um die Wette. Die Tatsache das die Sponsorpakete von „MOTUL“ an die eingeschriebenen Fahrer verteilt wurden sorgte für weitere Hochstimmung. Beste Voraussetzungen also die Strecke beim freien Training zu testen.

Das Saarbrücken etwas besonderes ist zeigt sich daran das bei keinem anderen Rennlauf der Saison in zwei Gruppen trainiert und in zwei Halbfinalläufen die Fahrer bestimmt werden die entweder im kleinen Finale um die „Goldene Ananas“ oder im großen Finale um Wertungspunkte fahren.

Eine Tatsache die keinen Platz für taktische Spielchen in den Trainingsläufen zuließ. Wichtigste Übung des Wochenendes? Sitzenbleiben!!
Eine Übung die Angelika Otto in den freien Trainings nicht gelang. Im ersten freien Training schon zu Boden gegangen war der Abflug beim zweiten freien Training im Offroadbereich so heftig das Sie sich einen Bruch des Unterarms zuzog und mindestens sechs Wochen pausieren muss.

Zeittraining Gruppe A:

Über zehn Runden wechselte die Führung zwischen Vorjahresmeister Jürgen Hüther und Gaststarter Christian Reiß hin und her. Die beiden lieferten sich ein packendes Fernduell wobei sich keiner der beiden mehr als 0,2 - 0,5 sec. vom anderen absetzen konnte. Ab Runde 11 zeigte Christian Reiß dann aber das an ihm kein Weg vorbei führt, setzte sich mit 1,341 sec. von Jürgen Hüther ab, und notierte mit 1:03.307 die Bestzeit für sich. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 1:06.300 kam Carsten Kögel 2,993 sec. hinter Jürgen Hüther über den Zielstrich. Die Rote Laterne in diesem Trainingslauf beanspruchte die zweite Frau des Starterfeldes Nicol Wiegand mit einer Zeit von 1:21.812 für sich. Peter Martin musste sein Zeittraining in Runde 8 mit einem Plattfuß beenden und konnte seine Zeit von 1:09.96 nicht mehr verbessern.

Zeittraining Gruppe B:

Von weniger Positionskämpfer war das Zeittraining der 2. Gruppe geprägt. Schnell hatte sich Helmut Peter einen 0,5 sec. Vorsprung auf Harald Wirtz herausgearbeitet. Er gab die Führung auch nicht mehr aus der Hand und beendete seinen Turn mit einer Zeit von 1:05.663 und einem Vorsprung von 0,671 sec. auf Harald Wirtz. Spannend war die Aufholjagd von Jörg Fischer auf Matthias Bremer. Sich von Runde zu Runde steigernd konnte Jörg Fischer das Zeittraining mit einer 1:08.683 auf Platz 3 beenden und mit einem Vorsprung von 0,289 sec. Matthias Bremer hinter sich lassen. Die Rote Laterne in diesem Lauf ließ sich Peter Senior Mick zu keinem Zeitpunkt des Trainings aus den Händen nehmen.

Die Karten für zwei spannende Halbfinalläufe waren somit gemischt.

Der Sonntag zeigte sich dann von der nicht so freundlichen Seite. Regenreifen waren beim Warm-up Pflicht da die Strecke durchgängig nass war. Eine Tatsache die Matthias Bremer egal sein konnte hatte doch ein Streckenposten seinen Transporter so geschickt zugeparkt das an ausladen des Renngerätes nicht zu denken war.

Halbfinale A:

Der Trainingsschnellste und Gaststarter Christian Reiß konnte nach einem Sturz am Samstag beim Training der Open-Klasse nicht antreten. Den Start gewann Jürgen Hüther vor Georg Lamberty. Dieser konnte seinen 6. Startplatz optimal nutzen und mit einem Blitzstart als zweiter in die erste Kurve einbiegen. Auf den Plätzen folgten Carsten Kögel und Gerhard Wacker. Georg Lamberty biss sich am führenden Jürgen Hüther fest und konnte den Abstand bis ins Ziel konstant bei knapp 2 sec. halten. Zitat zum Rennen von Harald Wirtz: „Da hat der gute Georg wohl die Aggressivität für sich entdeckt!“ Das Ziel von Harald Bollinger war nicht wie im Vorjahr den Weg über den Hoffnungslauf nehmen zu müssen und am Ende mit leeren Händen dazustehen. Er hielt den angreifenden Peter Martin mit Erfolg hinter sich und konnte das Rennen auf Platz 5 beenden. Michael Leonhardt von Platz 13 gestartet musste nach 3 Runden das Rennen aufgeben.

Halbfinale B:

Es roch nach Frühstart von Helmut Peter als sich seine Yamaha noch unter rot in Bewegung setzte. Er zuckte zwar sofort zurück und kam dadurch nur als dritter von der Linie weg aber der Rennleiter verstand keinen Spaß und bat am Ende von Runde zwei zur Stop & Go Strafe. Den Fehler von Helmut Peter nutzten Matthias Bremer und Jörg Fischer aus um die Führung im Rennen zu übernehmen. Das der Rennleiter an diesem Tag nicht zu Scherzen aufgelegt war zeigte sich auch daran das Jörg Göss wegen nicht vollständiger Schutzkleidung (die Brille fehlte) sein Rennen nicht aufnehmen konnte. Nach seiner Zeitstrafe nur noch auf Platz 4 bließ Helmut Peter zur Attacke auf die vor ihm fahrenden. Sein Heil in der Flucht suchend konnte Matthias Bremer an der Spitze seinen Vorsprung auf 3,9 sec. ausbauen. Die um Platz 2 kämpfenden Jörg Fischer, Harald Wirtz und Helmut Peter hätte man zu diesem Zeitpunkt mit einem Handtuch zudecken können. In den Runden 6 - 8 zog der nicht zu haltende Helmut Peter erst an Harald Wirtz und Jörg Fischer sowie an einem leicht schwächelnden Matthias Bremer vorbei und konnte sich bis zum Zielstrich noch einen Vorsprung von fast 11 sec. herausfahren. Harald Wirtz hatte es geschafft im Getümmel der Überrundungen Jörg Fischer und Matthias Bremer hinter sich zu lassen und das Rennen auf Platz 2 zu beenden. Am Ende des Feldes kämpften Peter Senior Mick und Rüdiger Putz um den undankbaren letzten Platz. In der vorletzten Runde nahm Peter Senior Mick dann sein Herz in die Hand und bremste Rüdiger Putz in der Kurve vor Start und Ziel aus und kam auf Platz 13 über die Linie.

Kleines Finale:

Im kleinen Finale mussten unter acht Fahrern die letzten zwei Startplätze für das große Finale ausgefahren werden. An der Startlinie standen aber nur sieben Fahrer da Christian Reiß auch hier wie im Halbfinale verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Fast hätten nur fünf Fahrer an der Startlinie gestanden da Jörg Göss und Achim Freund zu spät am Vorstart erschienen. An dieser Stelle einen Dank an die Verantwortlichen die beide Fahrer doch noch an den Start gehen ließen. Jens Lindenlaub stellte von der Startlinie an klar das einer der Startplätze für das große Finale an ihn gehen sollte.Er verteidigte die Führungsposition erst gegen Peter Senior Mick und ab Runde 3 gegen den ständig angreifenden Rüdiger Putz. Jörg Göss hatte bei diesem Rennen zwar seine Schutzausrüstung komplett konnte in den Kampf um die Spitze aber zu keinem Zeitpunkt eingreifen. Nicol Wiegand konnte sich zwar nicht für das große Finale qualifizieren war mit ihrer Leistung beim Renndebüt aber voll zufrieden.

Großes Finale:

Um 15.36Uhr war es dann soweit. Das erste direkte Aufeinandertreffen dieses Wochenendes der beiden Dominatoren der letzten Saison:

Jürgen Hüther vs Helmut Peter.

Beim Blick auf die Zeitenausdrucke war jedem Teilnehmer klar, sollte nichts außergewöhnliches passieren, würde der Sieg nur über die beiden führen.
Aufgrund der besseren Zeit im Halbfinale ging die Pole Position an Helmut Peter.
Bei erlöschen der Ampel setzte sich aber gleich Jürgen Hüther an die Spitze des Feldes gefolgt von Georg Lamberty und Gerhard Wacker. Helmut Peter musste sich in der ersten Kurve mit Position 4 zufrieden geben. Beim Getümmel in der ersten Ecke würgte der aus dem Mittelfeld gestartete Welf Ernst sein Renngerät ab und konnte nur als letzter dem Feld hinterher hetzen. An der Spitze baute Jürgen Hüther Runde für Runde seinen Vorsprung mit niedrigen 1:06 Zeiten aus. In Runde 4 konnte Helmut Peter an Gerhard Wacker und Georg Lamberty vorbeischlüpfen und sich an die Verfolgung von Jürgen Hüther machen. Dieser konnte aber den Abstand bis zum Zielstrich konstant zwischen 2,5 und 3,1 sec. halten. In Runde 6 hatte Georg Lamberty dann Gerhard Wacker niedergerungen, setzte sich mit jeder Runde weiter ab und kam mit einem Vorsprung von fast 9 sec. auf Position 3 ins Ziel. Matthias Bremer in Runde 9 noch an Position 6 gelegen musste seinem Konditionsdefizit auch in diesem Rennen Tribut zollen. Er musste Martin Blug, Harald Wirtz und Peter Martin passieren lassen und kam als 9. ins Ziel. Michael Schellberg schaffte es auch in diesem Lauf seinen hecklastigen Prototypen sturzfrei über die Sprünge im Offroad zu bringen und beendete als 15. das Rennen. Die beiden Sieger des kleinen Finales Jens Lindenlaub und Rüdiger Putz beendeten das Rennen auf den Plätzen 21 bzw. 23.

Viele Fahrer waren mit Ihrer Leistung an diesem Wochenende zufrieden. Einige kommentierten Ihr Rennwochenende mit: „Es wäre mehr drin gewesen!“
Die Möglichkeit sich zu steigern und zu beweisen das „mehr drin ist“ haben die Damen und Herren vom 03. - 05.06. auf der WM-Strecke von St. Wendel.

Harald Lutke
-Pressesprecher-

Einige Fotos gibt es (unter anderem) auch von unserem Harald zu bestaunen: KLICK

Mehr Fotos und Links zu Galerien findet ihr im Media-Thread des supermoto-forum.

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Runde 2 - Lichtenberg

Am 21.-22.05. fanden die Läufe 2 und 3 des Ü40-Cup auf dem Erzbegirgsring im sächsischen Lichtenberg statt.

Warum das Rennen im Mai und nicht wie geplant im Herbst stattfand ist bei Supermoto.de nachzulesen.

Leider war rund um den Veranstaltungsort keinerlei Hinweis auf die Veranstaltung zu finden. Dementsprechend gering war die Zuschauerzahl am Samstag. Schade für die Fahrer des Cup, so fanden ihre Trainings und der erste Lauf vor fast leeren Zuschauerrängen statt. Die Spannung sollte unter dieser Tatsache allerdings nicht leiden.

Die freien Trainings fanden am Vormittag noch bei strahlendem Sonnenschein statt. Ab Mittag zogen dann die ersten dunklen Wolken am Horizont auf und jeder fragte sich ob der Renntag trocken über die Bühne gehen würde.

Zeittraining:

Bedingt durch das fehlen von Jürgen Hüther fuhr Helmut Peter, fast erwartungsgemäß, mit seiner in ehren gealterten Stahlyamsel in einer Zeit von 1:04.26 auf Pole. Einfach wurde es ihm allerdings nicht gemacht. Runden lang wechselte die Pole zwischen Helmut Peter und dem pfeilschnellen Gaststarter Denis Herrmann hin und her. In einer freien Runde baute Helmut Peter den Abstand dann auf knapp 1.2 sec. aus. Denis Herrmann konnte sich zwar noch steigern, den Abstand aber nur noch auf 0.099 sec. verringern, und fuhr in einer Zeit von 1:04.359 auf Startplatz 2. Cupchef Harald Wirtz stellte seine KTM hinter zwei weiteren Gastartern in einer Zeit von 1:05.345 auf Startplatz 5. Einen besonders positiven Eindruck hinterließ der Niederländer Arie Van Engelen bei seinem ersten Cupauftritt, er sicherte sich den 6. Startplatz. Robert Pellerei wie immer motiviert bis in die Haarspitzen erwischte eine Bodenwelle vor der Boxengasse so ungünstig das er zu Boden musste. Er benötigte dann mehrere Minuten um seine Husaberg wieder zum Leben zu erwecken und musste sich mit Startplatz 18 zufrieden geben. Angelika Otto war nach ihrem Trainingsunfall beim ersten Rennen in Saarbrücken wieder am Start. Wie schon im letzten Jahr balgte sie sich die gesamte Trainingszeit mit Holger Rosenbaum anstatt gemeinsam nach vorne zu arbeiten. So mussten sich die beiden mit Startplatz 21 bzw. 22 zufrieden geben.
Positiv viel auf das der Zeitabstand vom schnellsten zum langsamsten, der im Jahr 2010 meist bei 20 sec. lag, im Jahr 2011 auf knapp 10 sec. geschrumpft ist.

Lauf 1, Samstag:

„So... dachte sich der Wettergott... jetzt sorge ich für ein zusätzliches Spannungsmoment!“ und öffnete 10 min. vor Rennstart die Regenschleusen. In der Hoffnung das es sich nur um ein paar Tropfen handeln möge erschien das komplette Starterfeld auf Slicks im Vorstart. „Nix da... sprach der Wettergott... der Racetrack wird jetzt unter Wasser gesetzt!“ Nach Rücksprache mit der Rennleitung wurde der Start um 10min. verschoben um dem Starterfeld die Chance zu geben auf Regenreifen umzurüsten. Als die Fahrer dann um 16.20Uhr wieder im Vorstart standen und fast alle auf Regenreifen umgerüstet hatten hörte der Regen schlagartig auf. Nun war die große Frage: „Wer kommt auf abtrocknender Strecke mit schnell abbauenden Regenreifen am besten klar?“
Helmut Peter teste in Führung liegend die Asphalttemperatur hautnah und konnte nur im Mittelfeld das Rennen wieder aufnehmen. Er startete aber eine sehenswerte Aufholjagd und kam auf Platz 4 liegend durchs Ziel. Matthias Bremer, auf Platz 11 gestartet, fand sich nach seiner Bodenprobe auf Platz 16 wieder und schaffte es den Zielstrich wieder auf Platz 11 zu überqueren. Georg Lamberty, in Saarbrücken noch inoffiziell „Mr. Aggressivität“ getauft, konnte seinen 6. Startplatz nicht verteidigen und kam auf Platz 9 ins Ziel. Die Gaststarter Denis Herrmann und Steffen Polke hielten sich aus allem raus und wurden dafür mit den Plätzen 1 und 2 belohnt. Da Gaststarter im Ü40-Cup aber nicht Punkte-berechtigt sind standen Arie Van Engelen, Helmut Peter und Peter Kriegenhofer auf dem Treppchen. Peter Kriegenhofer, von Startplatz 13 ins Rennen gegangen, freute sich über seinen 3. Platz als hätte er gerade die MotoGP gewonnen. Ein breites Grinsen hatte nach dem Rennen auch Jens Lindenlaub im Gesicht. Von Startplatz 25 mit Slicks ins Rennen gegangen fuhr er die gleichen Rundenzeiten wie im Zeittraining und wurde mit Platz 19 belohnt und freute sich über seine ersten Wertungspunkte im Cup.

Warm up, Sonntag:

Die Fahrer hatten die Ehre das Fahrerlager zu wecken als sie die Motoren anwarfen um fast pünktlich um 8.35Uhr zum Warm up auf die Strecke zu stürmen. Am besten kam Helmut Peter mit der frühen Morgenstunde klar, dominierte das restliche Starterfeld klar und brannte eine 1:05.319 in den Asphalt.

Lauf 2, Sonntag:

Bei strahlendem Sonnenschein standen die Fahrer um 9.45Uhr in der Startaufstellung um ihren zweiten Lauf, diesmal unter trockenen Bedingungen, über die Bühne zu bringen. Helmut Peter konnte beim Start seine Pole Position behaupten und kam dicht gefolgt von Denis Herrmann aus Runde 1 zurück. Jörg Kutschke passierte beim Start ein kleines Missgeschick was zur Folge hatte das er in Runde 3 von den Sportkommissaren wegen Frühstarts zu einer 15 sec. Stop&Go Zeitstrafe eingeladen wurde. So ans Ende des Feldes gespült startete er eine sehenswerte Aufholjagd und kam auf Platz 19 ins Ziel. Im Mittelfeld balgten sich unterdessen Robert Pellerei, Welf Ernst und Jörg Gregor um Platz 15. Jörg Gregor fand mit seiner Yamaha keinen Weg an den beiden Hubraumboliden vorbei und musste sich mit Platz 17 zufrieden geben. Robert Pellerei fuhr unterdessen die Ellenbogen  aus um die Wege für Welf Ernst weit zu machen und donnerte auf Platz 15 über die Ziellinie. An der Spitze baute Helmut Peter seine Führung kontinuierlich aus und kam mit einem Vorsprung von 3.518 sec. auf Platz 1 ins Ziel. Gefolgt von dem nie aufgebenden Denis Herrmann. Steffen Polke musste sich in bei diesem Lauf mit Platz 3 zufrieden geben. Auf dem Podest standen, Gaststarterbereinigt, Helmut Peter, Arie Van Engelen und Matthias Bremer.

Der niederländer Arie Van Engelen bewies mit den Plätzen 1 und 2 an diesem Rennwochenende eindrucksvoll das er ein gewichtiges Wörtchen bei der diesjährigen Cupentscheidung mitreden wird. Matthias Bremer zeigte mit seinem Ergebnis das mit Ihm zu rechnen ist sollte Ihn nicht Material oder Kondition verlassen.

Das die Ü40-Truppe nicht nur auf der Strecke für Action sorgt sondern auch für Überraschungen vor dem Start gut ist zeigte die Einlösung einer verlorenen Wette von, nennen wir ihn mal Sascha, im Vorstart. Nur mit einem Spitzenhöschen bekleidet spielte er das „Gridgirl“ für den Pole-Setter Helmut Peter.

Harald Lutke
-Pressesprecher-

Fotos findet ihr im Mediathread im Supermoto-Forum.

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Saarland, second time

Das beschauliche Städtchen St. Wendel war am 03.-05.06. der Austragungsort für die Läufe 3 und 4 des Ü40-Cup und somit der zweite Auftritt der wilden Meute im Saarland. Der Track im Wendelinuspark, der schon wahre Supermotoschlachten gesehen hat, war auch in diesem Jahr wieder optimal vorbereitet. Der Wetterbericht ließ hoffen das es an diesem Wochenende nicht wieder zu einem Reifenpoker wie vor zwei Wochen im sächsischen Lichtenberg kommen würde. Der Spielplatz für die Altherrentruppe war also angerichtet, jetzt lag es an den Akteuren für eine gute Show zu sorgen.

Die Vorzeichen für eine gute Show sahen anfangs nicht wirklich gut aus.
Die Husaberg von Robert Pellerei überraschte Ihren Fahrer mit einem kapitalen Motorschaden sodass an ein Qualifikatiostraining nicht zu denken war. Harald Wirtz hatte mit der Öl-Inkontinenz seiner KTM zu kämpfen. Aber wie man Harald Wirtz kennt wäre Ihm mit Sicherheit eine praktikable Lösung für das kleine Ölproblemchen eingefallen hätte es sich nicht mit normalen Mitteln lösen lassen. Zur Not hätte es dann eben eine Babywindel aus dem örtlichen Discounter getan.

Von allen Vorkommnissen unbeeindruckt brannte Christian Klipfel am späten Freitagabend die Polezeit in den saarländischen Asphalt. Seine 1:04.234 war auch von Jürgen Hüther nicht zu schlagen der sich mit Startplatz 2 begnügen musste. Gerhard Wacker ärgerte erfolgreich den Tabellenführer Helmut Peter, konnte diesen 0.194 sec. hinter sich halten, und stellte seine Honda auf Startplatz 4, direkt hinter Gaststarter Ingo Scheer. Der ein oder andere rieb sich wohl verwundert die Augen als Matthias Bremer auf einer DSR-Suzuki in den Vorstart rollte. Aber auch mit neuem Renngerät reichte es nur zu Startplatz 10. Georg Lamberty kam mit seiner 250er Jähzorn (Yamaha YZ 250 LC) auch nicht richtig in Schwung und musste sich mit Startplatz 14 zufrieden geben. Stefan Brehm hielt auf seiner BMW zwar die deutschen Herstellerfarben hoch konnte sich aber nur im hinteren Mittelfeld qualifizieren.

Lauf 1, Samstag:

Christian Klipfel hätte sich von Angelika Otto „Catch me if you can!“ auf den Rücken seiner Kombi sticken lassen können. Folgen konnte Ihm vom erlöschen der Startampel an niemand. Die Frage war eigentlich nur mit wieviel Vorsprung er das Rennen beenden würde. Um es kurz zu machen, am Ende waren es 11.42 sec. auf Jürgen Hüther der mit Platz 2 nicht unzufrieden war. Spannender war der Kampf um den letzten Podestplatz zwischen Ingo Scheer, Gerhard Wacker, Helmut Peter und Arie van Engelen. Nach erfolgreichem Fight um jeden Meter kam Helmut Peter 11.30 sec. hinter Jürgen Hüther über die Ziellinie. Matthias Bremer kam auf Platz 7 ins Ziel nachdem er Carsten Kögel, Martin Blug und Harald Wirtz niedergerungen hatte. Jörg Gregor hatte wohl das Rennen mit einer Gleichmäßigkeitsprüfung verwechselt. Von Startplatz 19 ins Rennen gegangen kam er auch auf diesem Platz ins Ziel und fuhr dabei bis auf 0.2 sec. die gleichen Zeiten wie im Zeittraining. Respekt!! „Kraft sparen, Runden einteilen“ musste sich Jens Lindenlaub auf die Fahne geschrieben haben. Von Startplatz 33 ins Rennen gegangen konnte er seine Rundenzeiten stetig steigern an Achim Freund, Gaststarterin Esther Engel-Scheer und Michael Leonhardt vorbeiziehen und wurde mit seiner betagten Suzuki auf Platz 29 liegend abgewunken.

Was wäre ein IDM-Supermoto Fahrerlager ohne die Ü40-Truppe?
Klare Antwort... um einiges ereignisloser!!
Die Mad Mäxle Truppe um Unikat Boddle (Michael) Schellberg hatte am Abend in seiner Wellness- und Gourmet-Area zum Live-Wok-Cooking geladen. Für einen Selbstkostenbeitrag wurden frisch zubereitete chinesische Spezialitäten angeboten, und das „all you can eat“!

Lauf 2, Sonntag:

Diesmal lief der Start für Helmut Peter besser als im ersten Lauf. Im Tiefflug kam er in Runde 1 hinter Jürgen Hüther aus dem Offroad geschossen, wild entschlossen sich diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Der Offroad in St. Wendel schreibt aber seine eigenen Gesetze. Erst erwischte es Gerhard Wacker auf Platz 4 liegend. Als seine Honda die Arbeit wieder aufnimmt findet er sich am Ende des Mittelfeldes wieder. Beim fallen der Zielflagge reicht es dann nur noch für Platz 15. Bei einem Überholmanöver würgt Helmut Peter dann sein Arbeitsgerät ab. Er kann das Rennen zwar schnell wieder aufnehmen kommt aber nur noch auf Platz 5 nach vorn. Nutznießer dieser Situation war, ein auf dem Podium breit grinsender, Arie van Engelen. An der Spitze liegend drehte Christian Klipfel einsam seine Runden. Jürgen Hüther konnte den Rückstand zwar bei knapp 10 sec. halten, mehr als Platz 2 war aber auch in diesem Lauf nicht drin. Angelika Otto biss wieder auf die Zähne und ging auch in diesem Lauf an den Start. Aller Einsatz nutzte aber nichts. Sie musste Mario Rothe und Rüdiger Putz passieren lassen und kam auf Platz 26 ins Ziel.

Jetzt heißt es Wunden lecken und das Renngerät optimal vorbereiten. Am 25.-26.06. stehen dann die beiden kraftraubenden Rennen im Rahmen der Belgium Masters Supermoto in Bilstain auf dem Terminkalender. Am 18.-19.06. besteht die Möglichkeit die Strecke im Rahmen eines freien Trainings kennen zu lernen. Nähere Infos gibt es von Harald Wirtz.

Harald Lutke
-Pressesprecher-

Fotos findet ihr im Mediathread im Supermoto-Forum.

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Feuchtgebiet Bilstain

Dieses Rennwochenende wird für immer in die Geschichtsbücher des Ü40-Cup eingehen. Die Enkelkinder der Teilnehmer werden die immer wiederkehrende Geschichte dieser Veranstaltung zu hören bekommen. Und immer wird die Geschichte mit dem Satz beginnen: „... die Muddy-Masters des Ü40-Cup im belgischen Bilstain... ich war dabei!!“

Am 25. - 26.06. wurden beim 4. Saisonrennen die Läufe 6 & 7 im Rahmen der Belgium Masters Supermoto ausgetragen. Die Zufahrt zum Fahrerlager gestaltete sich schon zum ersten Abenteuer des Wochenendes. Nach tagelangem Dauerregen war die Wiese des Fahrerlagers dermaßen durchweicht das die anreisenden Teilnehmer sich reihenweise festfuhren. Mit vereinten Kräften gelang es aber das auch der letzte Fahrer seinen Platz im Fahrerlager einnehmen konnte.

Das die belgischen Gastgeber die Ruhe weg haben zeigte sich auch bei Beginn des freien Trainings. Als die Ü40-Truppe schon hufescharrend im Vorstart stand wurde auf der Strecke noch fleißig mit einer Motorsense die Streckenbegrenzung gestutzt und mit Hilfe einer Kehrmaschine der Asphaltanteil der Strecke gereinigt. Auf den Hinweis das jetzt ein Training auf dem Programm stand wurde nur mit einem tiefenentspannten Schulterzucken geantwortet. Als es dann mit einer fast 30 minütigen Verspätung und Dauerregen endlich losging wird wohl in der ersten Runde der ein oder andere Fahrer mit den Augen die Brille aus dem Helm gedrückt haben. Der Offroad empfing die Fahrer mit riesigen Pfützen und knöcheltiefem Schlamm. Von „Irrsinn“ über „das ist doch ein Witz“ bis „...völlig unfahrbar“ waren dann auch einige Fahrerkommentare nach Trainingsende.

Bis zum Beginn des Zeittrainings hatten sich die Bedingungen nur dahingehend geändert das der Regen nicht mehr ganz so heftig viel und die Strecke, bedingt durch die Trainings der anderen Klassen, auch auf dem Asphaltteil eine durchgängige Schlammschicht aufwies. Von den Bedingungen völlig unbeeindruckt brannte Gaststarter Oege de Jong seine Polezeit mit 1:51.983 in den belgischen Asphalt. Tabellenführer Helmut Peter blieb nichts anderes als Schadensbegrenzung, er stellte seine Yamaha mit knapp 2,2 sec. Rückstand auf Startplatz 2. Harald Bambey's Auftritt beim freien Training wurde von einigen Fahrern mit „...der fährt als ginge es um sein Leben!“ kommentiert. Im Zeittraining reichte es dann aber nur zu Startplatz 4. Arie van Engelen ging sein Zeittraining völlig unauffällig an, konnte sich aber mit 1:56.390 Startplatz 3 sichern. Cupchef Harald Wirtz warf seine Streckenkenntnis in die Waagschale und kehrte mit Startplatz 6 ins Fahrerlager zurück. Offroadverweigerer Matthias Bremer kam mit den Streckenverhältnissen gar nicht klar und konnte seine frisch revidierte KTM nur auf Startplatz 13 stellen. „Ich mach das Mopped net dreckig!“ war der Kommentar von Ulrich Opatz zum verpassten Zeittraining. Jörg Gregor war Aufgrund seiner Streckenkenntnis mit der Hoffnung auf ein gutes Ergebnis in Bilstain angereist, konnte seine Yamaha aber nicht motivieren ordnungsgemäß die Arbeit aufzunehmen und mit Ihm zum Schlammbad auf die Strecke zu rollen.

Lauf 1, Samstag:

Das einzige was beim Start feststand war die Reifenwahl, alles andere war aufgrund der Streckenverhältnisse eine Lotterie. Da der Flaggenstart 2010 für einige Verwirrung gesorgt hatte wurde dieses Jahr mit einer neu aufgestellten Ampel gestartet. Schnell fuhren sich Oege de Jong, Helmut Peter und Arie van Engelen einen Vorsprung auf den Rest des Feldes heraus. Aber nicht um wie gestartet ins Ziel zu rollen, nein, das Führungstrio wechselte munter die Reihenfolge. Einen Fehler von Helmut Peter konnte Arie van Engelen nutzen und kam hinter seinem Landsmann Oege de Jong auf Platz 2 ins Ziel. Mit einem Rückstand von 1,4 sec. fuhr dann Helmut Peter über die Zielline. Mit einem Respektabstand von knapp 12 sec. kam Gaststarter Gavin Beaumont ins Ziel. Gavin der sonst im deutschen C-Cup startet sah diese Veranstaltung auch eher als Training unter Rennbedingungen. Nach den Tipps des Teamweltmeisters Jan Deitenbach lief es für Matthias Bremer deutlich besser. Er konnte von Startplatz 13 auf 6 vorfahren. Jochen Hahn, von Platz 14 gestartet, heftete sich an die Fersen von Matthias Bremer und fuhr auf Platz 7 über den Zielstrich. Startübungen sollten ganz oben auf der „to-do Liste“ von Harald Wirtz stehen. Im Rennen konnte er seinen guten Startplatz nicht umsetzen und befand sich beim fallen der Flagge auf Platz 8. Harald Bambey hatte mit dem Getriebe seiner KTM zu kämpfen und konnte sich nur auf Platz 14 ins Ziel retten. Jens Lindenlaub ging dieses Rennen ganz locker an. Bei nachlassender Kraft fuhr er kurzerhand rechts ran und legte eine Pause von zwei Runden ein.

Lauf 2, Sonntag:

Die aufgehende Sonne sorgte an diesem Renntag im Fahrerlager schnell für Luftfeutigkeit auf Saunaniveau. Die Nachricht von der Strecke das die Ideallinie durch die laufenden Rennen langsam trocken gefahren wird sorgte im Ü40-Fahrerlager sofort für einen Reifenpoker. Die meisten Fahrer entschieden sich für Regenreifen vorn und Slick hinten. Ulrich Opatz blieb seiner Linie treu und trat auch am Sonntag nicht zum Rennen an. Die Titulierung als „Eisdielenposer“ nahm er dabei lächelnd hin. Vom Start weg bildete sich an der Spitze eine Zug von sechs Fahrern die, so sah es jedenfalls aus, einfach die Zeit runterfahren wollten und vor Rennbeginn einen Nichtangriffspakt geschlossen hatten. Ab Rennmitte kam dann Oege de Jong immer besser in Schwung und konnte sich zusammen mit Helmut Peter vom Rest des Feldes absetzen. Helmut Peter war an diesem Tage nicht gewillt den Sieg kampflos abzugeben und hing dem Niederländer wie ein Terrier im Nacken. In der Vorletzten Runde fand er dann einen Weg an Oege de Jong vorbei und konnte sich bis zum fallen der Zielflagge noch einen Vorsprung von fast 2 sec. heraus fahren. Carsten Kögel, mit Platz 12 am Vortag mal so gar nicht zufrieden, hielt an diesem Tag Harald Wirtz und Peter Schubbe hinter sich und rollte auf Platz 7 ins Ziel. Mit dem Wissen das die vor Ihm fahrenden Gaststarter nicht punkteberechtigt sind musste er nicht Kopf und Kragen riskieren sondern nur die Platzierung nach hinten absichern. Mit den Gedanken schon im verdienten Urlaub fuhr Christoph Welter nicht auf der letzten Rille um noch an dem vor Ihm fahrenden Welf Ernst vorbei zu ziehen und war mit Platz 13 nicht unzufrieden. Als Matthias Bremer die Restfeuchte im Offroad testete konnte der hinter Ihm fahrende Jochen Hahn nicht mehr ausweichen und traf das Renngerät von Matthias Bremer. Bei diesem markeninternen Treffen im Offroad zog die Bremer-KTM den kürzeren und war danach nicht mehr fahrbar. Harald Bambey konnte auch an diesem Tag seinen Platz in der ersten Startreihe nicht in etwas zählbares umsetzen. Mit versagender Bremse feuerte er seine KTM um ein Haar in die Zuschauer. Mit einem breiten Grinsen fuhr Nicol Wiegand nach diesem Lauf zurück ins Fahrerlager. Konnte Sie doch im ersten Rennen nach langer Verletzungspause gleich Wertungspunkte einfahren.

Nach diesem harten Wochenende bleibt keine Zeit um lange auszuruhen. In nur einer Woche steht schon das vorletzte Rennen der Ü40-Cup Saison in Freiburg auf dem Programm.

Ein Satz noch in eigener Sache...
An diesem Wochenende durfte ich mich als Streckensprecher versuchen. Erst wenn man diesen Job einmal selber gemacht hat weiß man was Tommy „the Voice“ Deitenbach bei jedem Rennen der Supermoto-IDM leistet, Respekt!!!

Harald Lutke
-Pressesprecher-

Fotos findet ihr im Mediathread im Supermoto-Forum.

Freiburger Sommerfest

Wenn die Rennen im belgischen Bilstain wettertechnisch die Hölle waren, waren die Rennen beim InterRace des FMC in Freiburg der Himmel für Supermoto-Fahrer.

Nur eine Woche nach dem Wetterchaos von Belgien wurden die Fahrer im Breisgau mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen verwöhnt. Der FMC hatte für das vorletzte Saisonrennen des Ü40-Cup einen Zeitplan auf die Beine gestellt der keine Wünsche offen ließ. Am Samstag zwei freie und ein Zeittraining, Sonntag das Warm-up und zwei Rennen. Bei soviel Fürsorge des FMC war sogar fast das fehlen eines Duschcontainers zu verschmerzen.

Lieber FMC-Vorstand, nicht jeder Fahrer ist mit einem Wohnmobil incl. Nasszelle ausgestattet und verschwitzt in den Schlafsack zu kriechen gehört nicht wirklich zu den „must have“ Dingen. Ein Duschcontainer bei der nächsten Veranstaltung wäre das i-Tüpfelchen auf Eure ansonsten Top-Orga.

Angesichts der optimal vorbereiteten Strecke ging die Ü40-Truppe am Samstag daran ihre Rundenzeiten von Training zu Training nach unten zu schrauben. Die größte Verbesserung gelang dabei Nicol Wiegand die sich vom ersten Training bis zum Zeittraining um fast 15 sec. verbessern konnte. Aller Ehrgeiz nützte aber nichts, die rote Laterne konnte Sie nicht abgeben. An der Spitze waren wieder, wie sollte es auch anders sein, die drei Überflieger des Cup: Christian Klipfel, Jürgen Hüther und Helmut Peter zu finden. Aufgelockert wurden die ersten zwei Startreihen durch zwei Schweitzer und einen Deutschen Gaststarter. Christian Klipfel stellte aber klar das die Pole Position an einen eingeschriebenen Ü40-Fahrer zu gehen hat. Mit einer 1:03.441 distanzierte er Gaststarter Roman Bosshard um 1,1 sec. und Jürgen Hüther um 1,2 sec.

Welf Ernst fuhr auf Startplatz 9 mit einer Verbesserung von knapp 7 sec. zu seiner Zeit aus dem freien Training. Fast das komplette Fahrerlager fragte sich was Welf seiner KTM wohl eingeflösst hatte. Als von der Rennleitung dann die Info kam das die Zeit durch abkürzen zustande gekommen war und Welf Ernst ans Ende des Feldes verbannt wurde war die Welt wieder rund. Die Schönwetter-Yamaha von Jörg Gregor konnte an diesem Wochenende auch zum arbeiten überredet werden, mehr als Startplatz 21 war aber nicht drin. Wohl prominentester Gaststarter im Ü40-Fahrerfeld war Joannis Joannidis, Vater von S2 Fahrer und IDM-Tabellenführer Nico Joannidis. Das Joannis Joannidis mit einer Supermoto umgehen kann stellte Er mit Startplatz 22 unter Beweis.

Beim Warm-up am frühen Sonntagmorgen ließen es die Fahrer und Fahrerinnen ruhig angehen und spulten ihre Runden ab.

Aber nicht alle... MZ-Umsteiger und Gaststarter Felix Wittenberg kam mit seiner Suzuki immer besser zurecht und konnte seine Rundenzeit um 0,8 sec. nach unten schrauben. Leider knapp 15 Stunden zu spät um in der Startaufstellung noch weiter nach vorn zu kommen, es blieb bei Startplatz 29.

Lauf 1:

Die beste Taktik sich aus allem heraus zu halten ist die Flucht nach vorn. Genau so ging Christan Klipfel sein Rennen vom Start weg an. Anfänglich noch von Gaststarter Roman Bossard und Jürgen Hüther verfolgt konnte er sich bis zum fallen der Flagge einen 12 sec. Vorsprung heraus fahren. Helmut Peter fand keinen Weg an den beiden schweizerischen Gaststartern vorbei, kam auf Platz 6 ins Ziel und stand trotzdem als dritter auf dem Podium. Gelobt sei die Ü40-Cup Gaststarterregelung. Die guten Reflexe beim Start ließen Matthias Bremer diesmal im Stich, er zuckte einen Sekundenbruchteil vor erlöschen der Startampel. Die Rennleitung bat daraufhin in Runde 3 zur 15 sec. Ruhepause. Trotz der Zwangspause schaffte es Matthias Bremer , gaststarterbereinigt, auf Platz 5 ins Ziel. Welcher Fremdkörper Mario Rothe in der Schikane der Gegengeraden gestört hat war nicht zu erfahren. In Runde 2 beseitigte er jedenfalls auf dem Rücken rutschend alle störenden Gegenstände in der Schikane. Das solch selbstloses Handeln sich auf dem Ergebniszettel nicht auszahlt konnte er nach dem Rennen nachlesen, Platz 17. Nach dem Zylinderkopfschaden in St. Wendel war sich Robert Pellerei nicht sich ob seine Husaberg durchhalten würde und war daher mit Platz 11 nicht unzufrieden.

Lauf 2:

Die Ereignisse dieses Rennen sind schnell erzählt. Es wurde hart und verbissen aber fair um jeden Meter gerungen aber bis auf einige Platztäusche im Mittelfeld kam nicht viel zählbares dabei heraus. Auf dem Podium standen wieder Christian Klipfel vor Jürgen Hüther und Helmut Peter.

Aber auch das macht den Ü40-Cup aus, die Geschichtchen am Rand der Rennen.

Angelika Otto schaffte es dies Jahr an jedem Ü40-Rennwochenende eine Bodenprobe zu nehmen. Die größten Fahrerlager-Grillpartys finden immer noch bei Matthias Bremer statt. Nicol Wiegand freute sich nach Lauf 2 als wenn Sie gewonnen hätte weil Sie einmal weniger überrundet wurde. Achim Freund hat immer eine Begründung parat warum es ausgerechnet am aktuellen Rennwochenende nicht weiter nach vorn gegangen ist. Harald Bollinger ist noch immer nicht, wie am Anfang der Saison versprochen, mit Dutt zum Rennen angetreten. Wie Boddle Schellberg mit seinem Husaberg-Eigenbau so schnell sein kann ist einigen ein Rätsel.

Den Spaß den die Fahrer und Fahrerinnen des Ü40-Cup auf und neben der Strecke haben, diesen Spaß haben andere Rennklassen längst verloren. Vielleicht liegt darin begründet das die Gaststartplätze bei den Rennen des Cup so heiß begehrt sind.

Für die Teilnehmer des Ü40-Cup beginnt jetzt die Sommerpause bevor man sich am 08. - 09.10. auf dem Flugplatz Stendal-Borstel zum Saisonabschlussrennen trifft.

Harald Lutke
-Pressesprecher-

Fotos findet ihr im Mediathread im Supermoto-Forum.

 

...tja, diese Frage sollte an diesem Rennwochenende abschließend geklärt werden.

Ganz entspannt konnte Helmut Peter zu den Finalläufen am 08. - 09.10. auf dem Flugplatz Stendal-Borstel anreisen. Der Cup-Gesamtsieg war Ihm nach dem Rennwochenende in Freiburg nicht mehr zu nehmen. Auch wenn für die Ermittlung des Gesamtstandes in der Wertungstabelle des Ü40-Cup, mit Streichergebnis und nicht punkteberechtigten Gaststartern, schon höhere Mathematik angewendet werden muss hatten vier Fahrer auf der Nennliste noch die Chance den Gesamtrang 2 einzufahren. Für Spannung war also ausreichend gesorgt und der Faktor „Wettergott“ spielt zu dieser Jahreszeit auch schon mal das Zünglein an der Waage.

Beim ersten Blick auf den Zeitplan fiel auf das der Cup seine freien Trainings in zwei Gruppen zusammen mit den Amateuren absolvieren sollten.
Warum?? Diese Frage ist einfach zu beantworten.
Trotz über 40 eingeschriebener Fahrer hatten incl. Gaststarter nur 20 Fahrer den Weg nach Stendal gefunden. Das „the flying Dutchman“ Arie van Engelen verletzungsbedingt seine Nennung kurzfristig zurückziehen musste wurde vom restlichen Starterfeld mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Aus dem Vierkampf um den Vizetitel war dadurch ein Dreikampf geworden.

Zu den freien Trainings am Samstagvormittag trieb ein eiskalter Wind immer wieder Regenwolken über die Rennstrecke. Der Großteil des Starterfeldes ging auf Nummer sicher und stellte die Renngeräte auf Regenreifen in den Vorstart.

Zum Zeittraining war dann Reifenpoker angesagt. Während des Zeittraining der C1 und C2 fielen die ersten Tropfen. Trotzdem wagten u. a. Matthias Bremer und Christoph Welter den slickbereiften Tanz auf der Betonbahn. Das es auch profillos irgendwie ging zeigten die beiden mit Startplatz 4 bzw. 9. Wie heftig es zu Beginn des Zeittrainings schüttete drückte Jörg Göss passend in einem Satz aus: „Die 20 Meter vom Vorstart auf die Strecke reichten für die ersten Tropfen um ihren Weg durch die Kombi zu finden!“ Andreas Glassl ließ sich auf keine Spielchen ein und donnerte auf seiner Michi Herrmann Husquvarna mit einer 1:31.806 um den Kurs. Diese Zeit reichte um Helmut Peter mit 2.128 sec. in die Schranken zu verweisen und sich Startplatz 1 zu sichern. Das Helmut Peter nicht zur Bummeltour nach Stendal angereist war, zeigte sich dadurch des er dem Mann auf Startplatz 3, Harald Wirtz, eine knappe Sekunde Rückstand aufbrummte. Pech hatte Nicol Wiegand, im zweiten freien Training schon mit einem technischen Defekt in der ersten Kurve ausgebremst stand Ihr Renngerät zu Beginn des Zeittrainings noch auf Slicks und sie musste sich ohne Rundenzeit mit dem letzten Startplatz zufrieden geben. Jens Lindenlaub schaffte auf seiner wieder genesenden Suzuki DRZ 400 Startplatz 16 und konnte die „Rote Laterne“ für die schlechteste Trainingszeit diesmal an Angelika Otto weiterreichen die Ihre Premiere des ersten sturzfreien Rennwochendes fest im Auge hatte.

Und plötzlich waren es nur noch zwei...
Carsten Kögel, der noch beste Chancen auf den Vizetitel hatte, stürzte zu Trainingsende so unglücklich das er trotz Startplatz 6 die Rennen verletzungsbedingt nicht aufnehmen konnte.

Lauf 1, Samstag:

Trockene Betonpiste, nasser Offroad beschreibt die Streckenverhältnisse beim Start des ersten Laufes am einfachsten. Da sich die Lufttemperatur um wohlige 10° herum bewegte und der eisige Wind nicht nachließ war die richtige Reifenwahl nicht schwer, Regenreifen. Beste Chancen den Start für sich zu entscheiden hatte Matthias Bremer aus Reihe 1 mit dem kürzesten Weg zur ersten Ecke. Wenn seine Diva aus dem Hause KTM nicht ihre eigenen Pläne gehabt hätte und kurz vor erlöschen der Startampel den Dienst versagte. Einen unpassenderen Moment um etwas für die Umwelt zu tun und einfach die Arbeit einzustellen konnte sich die KTM SMR 560 nicht aussuchen. So musste Matthias Bremer mit langem Gesicht zusehen wie das gesamte Feld an Ihm vorbei donnerte. Es war einfach nicht das Wochenende von Nicol Wiegand. Sie sah zu spät die auf der Strecke parkende KTM, blieb mit dem Knie an deren Auspuff hängen und stürzte. Erste Diagnose: Knieverletzung und keine Chance auf Lauf 2. An der Spitze deklassierte unterdessen Andreas Glassl mit Rundenzeiten um die 1:26 das gesamte Starterfeld und fuhr sich bis Rennende einen Vorsprung von über 19 sec. auf den zweitplatzierten Helmut Peter heraus. Mit dem Wissen das Ihm Gesamtrang 2 so gut wie nicht mehr zu nehmen war spulte Harald Wirtz mit einem leichten grinsen auf dem Gesicht seine Runden ab, kontrollierte die hinter Ihm fahrenden Peter Kriegenhofer und Peter Fuhrbach und kam auf Platz 3 ins Ziel. Holger Rosenbaum der im Zeittraining noch von der richtigen Reifenwahl profitierte und von Startplatz 8 das Rennen aufnahm fand sich zu Rennende vor Angelika Otto auf Platz 12 wieder. Nachdem er sein Renngerät wieder zum Leben erwecken konnte pflügte Matthias Bremer mit dickem Hals durch das Feld. Mehr als Platz 9 war in diesem Lauf aber nicht drin.

Warm-up, Sonntag:

Nur 10 Fahrer nutzen die Chance zum Warm-up am frühen Sonntagmorgen.
Unter ihnen... ein noch immer leicht angefressener Matthias Bremer. Er brannte mit einer 1:29.726 die Bestzeit auf die eiskalte Piste. Trotz aller Bemühungen schafften es Christoph Welter und Frank Deile nicht, auch nur annähernd, an diese Zeit heran zu kommen und mussten sich mit den Plätzen 2 bzw. 3 zufrieden geben.

Lauf 2, Sonntag:

Womit, der als Top- Starter bekannte, Matthias Bremer seiner KTM gedroht hat ist nicht bekannt er kam jedenfalls erwartungsgemäß gut von der Startlinie weg und bog als dritter in die erste Kurve ein. Das er im Laufe der Saison auch an seinen Offroaddefiziten gearbeitet zeigte sich dadurch das er den vor Ihm fahrenden Helmut Peter immer in Schlagdistanz halten konnte. Vor den beiden drehte ein nie zu haltender Andreas Glassl fast lässig seine Runden und fuhr auch in diesem Rennen auf Platz 1. Harald Wirtz ging in diesem Lauf kein übertriebenes Risiko ein und kam hinter Christoph Welter und Peter Kriegenhofer auf Platz 6 ins Ziel. Angelika Otto schaffte es auch in diesem Lauf nicht Ihren Lieblingsgegner Holger Rosenbaum einzuholen und musste sich hinter ihm wieder mit Platz 13 zufrieden geben. Einen Erfolg hatte Sie dennoch zu feiern – das erste Ü40-Cup Rennwochenende ohne Sturz, Glückwunsch!!
Wegen nicht funktionstüchtiger Hinterradbremse wollte Achim Freund zum 2. Lauf eigentlich gar nicht antreten, schaffte dann aber beim fallen der Zielflagge einen respektablen 14. Platz. Den Suzuki internen Kampf um den letzten Wertungsplatz verlor Jens Lindenlaub auf DRZ gegen Jörg Göss auf RMZ.

Was fiel an diesem Rennwochenende wieder besonders auf?
Siegerpokale gibt es im Ü40-Cup bis Platz 5, sind immer um einiges größer als die der Amateur- und C-Klassen und die alten Damen und Herren verstehen es zu feiern

Dies zeigte sich wieder einmal bei der abendlichen Meisterfeier im Festzelt.
Dort wurden die Cupgewinner:

  1. Helmut Peter
  2. Harald Wirtz
  3. Matthias Bremer

auf der Bühne von einem großen Publikum begeistert gefeiert und mit Startnummerntafeln in Gold, Silber bzw. Bronze ausgezeichnet.

Die cupinterne Saisonabschlussfeier mit Vergabe der Sponsoren-Preise wird vom 22. - 23.10. im hessischen Schaafheim am Odenwaldring stattfinden. Hierzu wurde gesondert eingeladen.

Harald Lutke Ü40!
-Pressesprecher-

 

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